Einbrüche vermeiden durch die Identifizierung Verdächtiger Einbrecher: An diesen Merkmalen erkennt man verdächtige Personen

Entgegen mancher Klischees lungern Kriminelle vor einem Einbruch nicht unbedingt tagelang vor dem Haus herum oder rütteln immer wieder an verschlossenen Türen und Fensterrahmen. Stattdessen versuchen viele Einbrecher sich möglichst unauffällig ins Alltagsgeschehen zu integrieren, so dass sich auch zufällige Augenzeugen an nichts Verdächtiges erinnern werden. Wir erklären, welche Indizien auf unlautere Absichten hindeuten und bei welchen Verhaltensweisen oberste Vorsicht geboten ist.

Viele Einbrecher sind männlich und jünger als 30 Jahre

Verdächtige Personen wirken oft auf den ersten Blick völlig unscheinbar

Kein Einbrecher würde je auf die Idee kommen am helllichten Tag mit einem auffällig großen Sack und einer Sturmhaube durchs Wohngebiet zu laufen oder offen ein Brecheisen mit sich herumzutragen. Stattdessen kombinieren Profis gerne scheinbar harmlose Gegenstände mit passender Berufskleidung. Denn wer würde schon in einem Handwerker mit Blaumann, Bohrmaschine, Säge und Werkzeugkoffer einen Einbrecher vermuten?

Die Handwerker-Tarnung wird übrigens auch gerne genutzt, um an Türen zu klingeln und dadurch auszukundschaften, ob jemand zuhause ist. Öffnen die Bewohner die Tür, behauptet der falsche Servicetechniker sich in der Adresse geirrt zu haben und verabschiedet sich umgehend. Durch die geöffnete Tür können Kriminelle auch gleich anhand der Einrichtung und dem Zustand des Zuhauses einschätzen, wie vermögend der Besitzer ist. Sind die Bewohner hingegen nicht anwesend, weiß er, dass er freie Bahn hat und macht sich dann eventuell sofort ans Werk.

Besonders dreist gehen zudem einige kriminelle Banden vor, die als angebliche Umzugsfirma mit einem Lieferwagen inklusive gefälschtem Firmen-Werbeslogan und einheitlicher „Berufskleidung“ auftreten. Sie räumen Wohnungen oder Häuser in Abwesenheit der Bewohner oft sogar am helllichten Tag leer. Falls einer der Nachbarn sich über den plötzlichen Auszug wundert, geht er in den meisten Fällen davon aus, dass der Auftraggeber sich schon irgendwo im Umzugstrubel aufhalten wird. Später lässt sich die angebliche Firma nicht mehr ausfindig machen.  

Netter Umzugshelfer oder dreister Betrüger? Im Zweifelsfall lieber genau hinschauen

In allen hier genannten Fällen werden potenzielle Augenzeugen bewusst durch das scheinbar Alltägliche getäuscht und kämen nie auf die Idee, das Verhalten der für sie fremden Personen zu hinterfragen. Schließlich begegnet jeder von uns tagtäglich verschiedenen Dienstleistern, die sich meist nur bei ihrem direkten Auftraggeber namentlich vorstellen. Um Verdächtige trotzdem erkennen zu können, ist es wichtig, sich deren Strategien bewusst zu machen und zu wissen, worauf es ankommt.

In kriminellen Banden sind zum Teil auch Frauen aktiv

Mehr Informationen zu Einbruchsmaschen liefert folgender Ratgeber: Die dreisten Tricks der Betrüger.

Woran erkenne ich einen potenziellen Einbrecher?

Laut einer polizeilichen Kriminalstatistik sind Einbrecher im Durchschnitt zu 85 Prozent männlich und nutzen bevorzugt handelsübliche Schraubendreher und Brecheisen als Einbruchwerkzeuge. Ebenfalls beliebt sind aber auch Zangen, Bohrer oder Hammer, um sich unerlaubt Zutritt in Privaträume zu verschaffen. Den größten Anteil an Einbrüchen haben dabei, laut einer GDV-Studie, die 21- bis 34-Jährigen.

Während manche Einzeltäter aus dem Drogenmilieu ihre Umgebung nur wenige Minuten ausspähen und bei Gelegenheit spontan einbrechen, gehen kriminelle Banden deutlich gezielter vor. Im Gegensatz zu normalen Anwohnern schlendern ihre Späher beim Auskundschaften einer Immobilie scheinbar ziellos durch die Gegend oder parken in Gegenden mit wenigen Fußgängern immer wieder in der Nähe des Zielobjektes, um unauffällig vom Auto aus die Umgebung beobachten zu können. Einige machen auch Smartphone-Fotos von Privatgrundstücken, um deren Lage besser einschätzen zu können. Beim Aufeinandertreffen mit Anwohnern meiden verdächtige Personen oft den Augenkontakt oder verschwinden plötzlich, wenn sie bemerken, dass ihr Verhalten Aufmerksamkeit erregt.

Manche Einbrecher nutzen ihr Auto als Beobachtungsposten

Besonders häufig wird übrigens während der eher dunklen Wintermonate vormittags eingebrochen, wenn die Bewohner bei der Arbeit oder beim Einkaufen sind. Im Juli während der Urlaubszeit fallen die Einbruchszahlen, laut Polizeiangaben, deutlich geringer aus, als viele denken.

Was ist bei verdächtigem Verhalten zu tun?

Für den Fall, dass sich fremde Menschen verdächtig verhalten, sind folgende Maßnahmen hilfreich:

  • Autokennzeichnen, Marke und Wagenfarbe zusammen mit der aktuellen Uhrzeit notieren und gegebenenfalls der Polizei mitteilen
  • Gesichter und Kleidung von Personen einprägen und Notizen zu auffälligen Merkmalen machen
  • Befinden sich Gaunerzinken oder andere verdächtige Markierungen an der Tür bzw. deuten Einbruchspuren daraufhin, dass sich Einbrecher im Haus aufhalten, unbedingt die Polizei rufen und nicht selbst eingreifen.

So lassen sich Einbrecher wirksam abschrecken

Am besten geeignet, Einbrecher abzuschrecken, sind sichtbare Sicherungsmaßnahmen, wie mechanischer Einbruchschutz an Fenstern und Türen oder eine Außensirene, die auf die Alarmanlage hinweist. Hintergrund: Trotz staatlicher Förderung für Alarmanlagen wie die Secvest Funkalarmanlage von ABUS sind immer noch die meisten deutschen Haushalte komplett ungeschützt gegen Einbrecher. Da Einbrecher immer den schnellsten und bequemsten Weg ins Gebäudeinnere suchen, ohne dabei entdeckt und möglicherweise sogar von der Polizei gefasst werden, schrecken Sicherheitsmaßnahmen ab. Schließlich finden Einbrecher in der Regel ganz in der Nähe ein Objekt, in das man ohne das Risiko entdeckt zu werden, einsteigen kann.

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Weitere Informationen dazu liefern folgende Ratgeber:
Die 9 Schwachstellen des Hauses
Sicherheitstechnik – das ist heute Standard

Weitere Ratgeber für optimalen Einbruchschutz

Einbrecher im Haus: Diese Notfallstrategien können Leben retten
Private Videoüberwachung – erlaubt oder verboten?
Förderung und Zuschuss für Einbruchschutz erhalten – so geht‘s

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homeandsmart Redaktion Mariella Wendel

Sammelte schon im Studium Erfahrungen mit innovativen Ambient Assisted Living Geräten und bloggte viele Jahre darüber. Mariella Wendel gehört von Anfang an zum home&smart-Redaktionsteam und testete die Echo Lautsprecher bereits vor der Markteinführung in Deutschland. Außerdem verfasste sie 2017 die erste umfassende Übersicht Alexa kompatibler Geräte. Heute zählen außerdem Saugroboter, Smart Home Kameras und fernsteuerbare Gartengeräte zu ihren Lieblingsthemen.

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