Rauchmelder Protect von Nest ist auch CO-Melder Nest Protect – smarter Rauchmelder im Test

Die Vorstellung, dass es im eigenen Zuhause brennen könnte, ist ein Albtraum. Der smarte Rauchmelder Protect von Google-Tochter Nest verspricht da besonderen Schutz. Er registriert nicht nur, ob Rauch von einem Feuer oder Schwelbrand ausgeht, sondern ist ebenso in der Lage unsichtbares und geruchloses Kohlenstoffmonoxid zu erkennen. Das erhöht das Sicherheitsgefühl ungemein. Wir haben den intelligenten Gefahrenmelder mit App-Funktion getestet und verraten, ob sich der Preis lohnt.

Der Google Nest Protect Rauch- und CO-Melder sorgt für ein hohes Sicherheitsgefühl

Fazit zum Rauch- und Kohlenstoffmonoxidmelder Nest Protect

Sicherheit im Smart Home sollte zurecht immer ein großes Thema sein. Dabei geht es nicht nur um Schutz vor Einbrechern mit Hilfe von Alarmanlagen, sondern auch um frühzeitige und genaue Warnung vor Feuer durch einen Rauchmelder. Nutzer erhalten mit dem Nest Protect Rauchmelder sogar eine Information darüber, ob sich Kohlenstoffmonoxid (CO) im Haus befindet. Das ist gerade für Besitzer von Heizthermen interessant und der Google Nest Melder dann auch bei Fehlfunktionen alarmiert.

Im Test der Redaktion reagierte der Rauchmelder souverän auf Spray, welches Rauch simuliert. Besonders positiv war, dass der Nest Rauchmelder nicht nur ein typisches Warnsignal von sich gibt, sondern per Stimme den Ort der Gefahrenquelle nennt. Laut Hersteller wird diese Information nicht nur über den Rauchmelder vor Ort kommuniziert, sondern auch über jeden weiteren installierten Google Nest Protect Rauchmelder. Das ist praktisch, weil dann beispielsweise Familienmitglieder im Obergeschoss darüber informiert werden, dass im Wohnzimmer ein Stockwerk darunter eine Rauchentwicklung festgestellt wurde. Da wir im Test lediglich einen Melder zur Verfügung hatten, konnten wir dieses Szenario leider nicht selbst ausprobieren.

Zwar erscheint der Google Nest Protect Rauchmelder mit über 100 Euro Anschaffungspreis (Stand: 11/2019) etwas teuer, aufgrund des hohen Sicherheitsstandards lohnt sich aber die Investition unserer Meinung nach. Ein Vorteil existiert im Falle einer Abwesenheit: Protect informiert stets über die Nest App (Android | iOS), ob Rauch oder Kohlenstoffmonoxid registriert wurde. Der Alarm von herkömmlichen Rauchmeldern ist nur bei Anwesenheit der Bewohner oder wachsamer Nachbarn effektiv.

Nest Protect Rauchmelder
Nest Protect Rauchmelder -11%
Mit einem Brandspektrumssensor gerüstet: erkennt offenes Feuer, langsame Schwelbrände sowie unsichtbares Kohlenmonoxid und sendet Warnungen auf Ihr Smartphone
UVP 139,90 €
Stand: 11.12.2019

Nest Protect von Google – das Design des smarten Rauch- und CO-Melders

Anders als gewöhnliche Rauchmelder besitzt der Nest Protect eine eckige Form und ist mit den Maßen 13,5 x 13,5 cm x 3,9 cm im Vergleich auch etwas größer. Im Zentrum sitzt ein runder Bedienkopf, dessen Rand mit einem Leuchtring ausgestattet ist und damit verschiedene Signale anzeigt. Auf der Rückseite befindet sich das Fach für insgesamt 6 Batterien (AA)

Die Besonderheiten und Funktionen des Google Nest Protect Rauchmelders

Das Licht des Google Nest Protect Rauchmelders signalisiert, ob eine Gefahr besteht

Die grundlegende Funktion des Nest Protect Rauchmelders steckt im Namen: Er soll Nutzer vor Rauch warnen und demzufolge auch schützen. Zusätzlich registriert dieser noch Kohlenstoffmonoxid und ist dank eines Brandspektrums-Sensors in der Lage, ein Feuer von einem Schwelbrand zu unterscheiden. Häufig reagieren herkömmliche Rauchmelder auch auf Wasserdampf, der durch Kochen oder Duschen entsteht. Hier zeichnet sich Googel Nest Protect ebenfalls durch Identifikationsgenauigkeit aus, weil Wasserdampf nicht mit Rauch verwechselt wird.

Die smarte Charakteristik des Nest Protect Rauchmelders kommt durch den Einsatz des Smartphones ins Spiel. Verbunden mit der Nest App (Android | iOS) werden Nutzer über jede Form eines Alarms informiert und dieser lässt sich auch bequem per App ausschalten. Familienmitglieder oder Mitbewohner können mit einem eigenen Nest Account hinzugefügt werden und somit weiß jeder über die Sicherheitshinweise des Protect Rauchmelders Bescheid. Bevor der Rauchmelder ein typisch 80 Dezibel lauten Alarm, kommuniziert eine Stimme in welchen Raum Rauch registriert wurde.

Hilfreich ist zudem die Statusmeldung und der Funktionsumfang über den LED Leuchtring:

  • grünes Licht: wenn das Licht ausgeschaltet wurde, wird damit signalisiert, dass alles in Ordnung ist
  • weißes Licht: leuchtet, wenn bei Nacht Bewegungen registriert wurden und dient als Nachtlicht. Die Helligkeit ist variabel oder kann per App ausgeschaltet werden
  • gelbes Licht: eine Gefahr wird registriert, ist aber noch nicht akut. Das kann beispielsweise bei einem Toast der Fall sein, der geringe Rauchbildung verursacht
  • rotes Licht: ist stets auch mit akustischen Warnsignalen mit bis zu 80 Dezibel verbunden, warnt vor Feuer, Rauch, Kohlenstoffmonoxid und einer drohenden Gefahr

Was ist kompatibel mit dem Nest Protect Rauchmelder?

Natürlich ist der Nest Protect Rauchmelder mit der Google Assistant Sprechsteuerung ausgestattet, nicht aber mit Amazon Alexa oder Siri. Eine Kompatibilität besteht jedoch zu Philips Hue. Eine Automationsmöglichkeit mit den smarten Leuchten kann im Alarmfall veranlassen, dass sich die Lichter einschalten und die Bewohner gut ausgeleuchtet zum Ausgang finden. In Verbindung mit einer Nest Sicherheitskamera können Nutzer in Abwesenheit auch schauen, welche Gefahr besteht.

Installation und Einrichtung des Nest Protect Rauchmelders

Die Installation und Inbetriebnahme des Protect Rauchmelders von Nest ist einfach und in nur 4 Schritten erledigt. Sie funktionierte in unserem Test problemlos:

  1. Nest App downloaden (Android | iOS)
  2. QR Code auf der Rückseite des Rauchmelders scannen
  3. Sicherungslasche entfernen für die Batterieversorgung
  4. Anweisungen der App folgen und Rauchmelder mit dem Internet verbinden

Vorteile des Nest Protect Rauchmelders

  • 10 Jahre Garantie
  • Unterscheidet Wasserdampf und Rauch
  • Differenziert zwischen Feuer und Schwelbrand
  • Visuelle Meldungen über Leuchtring
  • Nachtlicht-Funktion
  • Informationen über Nest App (Android | iOS)
  • Bis zu 80 dB laut

Nachteile des Nest Protect Rauchmelders

  • groß
  • teuer

Google Nest Protect Rauchmelder – Tests und Bewertung der smarten Warnanlage

In Tests des Nest Protect Rauchmelders wird besonders das erhöhte Sicherheitsgefühl und die einfache Bedienung gelobt. Der Preis wird jedoch als zu hoch empfunden.

  • Die Smart Home Tester von siio.de sprachen eine Empfehlung für den Nest Rauchmelder mit Kohlenstoffmonoxid-Warner aus. Eine bessere Kompatibilität mit anderen Smart Home Produkten wurde als wünschenswert genannt. (Stand: 09/2018)
  • Im Test der Profis von techtest wurde der Protect Rauchmelder als vertrauenswürdig und durchdacht beschrieben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Rauchmeldern fiel die Transparenz des Alarmgrunds durch die App positiv auf. Als Negativpunkt galt der hohe Anschaffungspreis. (Stand: 12/2017)
  • Kunden auf Amazon bewerteten den Nest Protect Rauchmelder von Google mit 4 von 5 Sternen. (Stand: 11/2019)

Preise und Verfügbarkeit des Nest Protect Rauchmelders

Die UVP für den Nest Protect Rauchmelder liegt bei 129 Euro. (Stand: 11/2019).

Nest Protect Rauchmelder
Nest Protect Rauchmelder -11%
Mit einem Brandspektrumssensor gerüstet: erkennt offenes Feuer, langsame Schwelbrände sowie unsichtbares Kohlenmonoxid und sendet Warnungen auf Ihr Smartphone
UVP 139,90 €
Stand: 11.12.2019

Google Nest Protect Rauchmelder – technische Daten im Überblick

  • Farbe: Weiß
  • Maße (L x B xH): 13,5 x 13,5 cm x 3,9 cm
  • Sensor: Brandspektrums-Sensor (Feuer oder Schwelbrand)
  • Akku: 6 x Langzeitbatterien (AA)
  • WLAN: 2,4 GHz
  • Lautstärke: 80 dB
  • Zertifikat: UL-Sicherheitsstandard
  • Tasten: Lichtring mit RGB-Farben und 6 LEDs
  • Funktionen: Rauchmelder, Nachtlicht, Kohlenstoffmonoxid-Erkennung, unterscheidet Feuer von Schwelbrand

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Melanie Baumann

Melanie Baumann gehört als Kind der 90er zum festen Bestandteil der Second-Screen-Gesellschaft. Aufgewachsen mit Handys, bei denen die Internetnutzung noch nicht zum Standard gehörte, ist sie heute begeistert von der überall verfügbaren Onlinewelt.