Christian Deilmann, Mitgründer und CPO von tado° Intelligentes Heizen steht kurz vor dem Durchbruch

Die Klimakrise zu verhindern, ist eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Das ist nicht erst seit diesem Jahr klar. Das Heizen und Kühlen von Gebäuden spielt dabei eine ganz entscheidende Rolle. In EU-Haushalten machen Heizung und Warmwasser rund 79% des gesamten Endenergieverbrauchs aus. Eine intelligente Steuerung von Heizungen und Klimaanlagen spart Energie ein und unterstützt dabei, unsere Klimaziele zu erreichen.

Smart Home Experte Christian Deilmann - CPO bei tado°

Smarte Thermostate verbinden Heizungen mit dem Internet. Die App auf dem Smartphone erkennt, sobald die Bewohner das Zuhause verlassen oder sich diesem wieder nähern, oder sobald ein Fenster offen ist und stellt die Heizung entsprechend energiesparend ein. Zudem tragen die Einbindung der Wettervorhersagen und selbstlernende Algorithmen dazu bei, dass keine unnötige Energie verschwendet wird. Studien haben auch gezeigt, dass es hilft, die Heizung nur 1°C herunter zu drehen. Dadurch können in einem durchschnittlichen Haushalt jährlich rund 90 Euro an Energiekosten eingespart werden. Eine intelligentere Steuerung von Heizung und Warmwasser reduziert unseren Energieverbrauch, ohne dass wir dabei auf Komfort verzichten müssen.

Smart Home im Aufschwung

Das Smart Home und intelligentes Heizen stehen kurz vor dem Durchbruch und werden bald den Massenmarkt erreichen. Immer mehr Maschinen, Sensoren und Geräte sind über das Internet vernetzt. Intelligente Produkte sind bereits Teil unseres täglichen Lebens. Es ist nicht nur die reine Verbindung mit dem Internet, die dem Nutzer Vorteile bringt, sondern vielmehr die Kombination mit intelligenten Apps und Diensten, die durch diese neue Infrastruktur ermöglicht werden. Das Internet der Dinge ist im privaten Alltag von großem Nutzen und sorgt neben Energieeinsparungen zum Beispiel auch für mehr Sicherheit im Zuhause. Die Digitalisierung macht sich aber nicht nur im alltäglichen Leben bemerkbar, sondern auch in der Industrie. Ein wichtiger Sektor für das Internet der Dinge ist zum Beispiel die Energiebranche. Technologien wie vernetzte Stromzähler, Elektromobilität, Stromspeicher und smarte Gebäude sind Innovationen, die maßgeblich die Transformation des Energiesektors treiben und dabei helfen, weniger Energie zu verbrauchen.

Letztendlich sind es aber einige konkrete Entwicklungen, die die intelligente Heizungssteuerung voranbringen: Energieunternehmen entwickeln sich vom reinen Stromlieferanten zum umfassenden Energiedienstleister und rechtliche Rahmenbedingungen fördern energieeffiziente Gebäude mit intelligenten Heizungssystemen. Unternehmen, die auf einzelne Bereiche wie Sicherheit oder Raumklima spezialisiert sind, und große Smart-Home-Plattformen dominieren den Markt.

Große Smart-Home - Ökosysteme gehen voran

Die Hersteller von Smart-Home-Lösungen müssen zusammenarbeiten, um ihren Kunden einen Mehrwert bieten zu können. Unternehmen mit eigenen, geschlossenen Smart-Home-Plattformen und einer Vielzahl an eigenen Produkten werden hier nicht Schritt halten können. Globale Plattformen, wie beispielsweise Amazon Alexa, der Google Assistant und Apple HomeKit, geben den Ton an. Diese können nur erfolgreich sein, indem sie eng mit Marktführern für Raumklima-Management, Sicherheit, Unterhaltung und anderen Bereichen zusammenarbeiten und diese in ihr Ökosystem integrieren.

Erneuerbare Energien fördern durch intelligente Algorithmen

Heizen und Kühlen mit intelligenten Algorithmen zu verbinden, verändert die Art und Weise, wie wir Energie nutzen. Durch die intelligente Heizungssteuerung wird nicht nur weniger Energie verbraucht, die Energie kann auch flexibler eingesetzt werden. Bald wird es möglich sein, die Energieauslastung und -nachfrage der Verbraucher im Tagesverlauf so zu verschieben, dass Spitzenlast und entsprechende Kosten ausgeglichen werden können. Diese Flexibilität im Energienetz bereitet den Weg für mehr erneuerbare Energien, ohne dass zusätzliche, ausgleichende Kraftwerke benötigt werden. In Zukunft wird man dann heizen, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht.

Für den Verbraucher wird diese Energieverteilung nahtlos im Hintergrund ablaufen und gleichzeitig für maximalen Komfort und Einsparungen zu Hause sorgen. Auch Unternehmen werden von niedrigeren Betriebskosten profitieren. Letztendlich wird aber der größte Gewinner die Umwelt sein.

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Christian Deilmann - CPO bei tado°

Christian Deilmann ist CPO bei tado°. Vorher war er bei der Venture Capital Firma Target Partners beschäftigt, gründete die Telekommunikationsfirma BellPepper und arbeitete bei der Unternehmensberatung A.T. Kearney. Herr Deilmann hält einen M.Sc. in Maschinenbau vom MIT (Cambridge, MA) sowie einen Dipl.-Ing. in Maschinenbau & Management von der TU München. Bei tado° verantwortet er die Bereiche Produktstrategie, Servicedienstleistungen und Business Development. Christian Deilmann begeistert sich für innovative Energietechnologien und deren Anwendung in erfolgreichen Produkten.